Unterricht

Musik kann der 'innere Seelenanker' sein

 

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„Das Schicksal jedes Volkes und jeder Zeit hängt von den Menschen unter 25 Jahren ab.“

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

 

Persönlichkeitsentwicklung Musizieren lernen bedeutet: die eigene Persönlichkeit kennen- und hinterfragen lernen. Ehrlicher und aufrichtiger Umgang mit sich und anderen ist unbedingte Notwendigkeit für lebendiges, ehrliches und erfüllendes Musizieren. Der Instrumentalunterricht unterstützt bei dieser Entwicklung. Dass solch eine Entwicklung natürlich von Höhen und Tiefen begleitet ist, ist selbstverständlich: Ein Spiegel des Lebens.


Unterrichtsumgebung

Die Arbeitsathmosphäre, aber auch die Möglichkeiten, verschiedenste Medien zu nutzen, sind sehr entscheidend für guten Unterricht.
Neben einer reichhaltigen Noten- und CD-Bibliothek stehen den Schülern ein professioneller Flügel (Steinway & Sons B-211) sowie ein Aufnahmegerät in Studioqualität zur Verfügung. Ein öffentlicher professioneller Auftrittsraum mit Konzertflügel rundet das Angebot ab.

 

Einzelunterricht

Gerade an Musikschulen begegnet man immer häufiger dem Modell des Gruppenunterrichts. Selbstverständlich hat auch gemeinsames Musizieren einen immens hohen Stellenwert. Es war jedoch schon den Pionieren dieser Modelle (allen voran der Hamburger Klavierpädagoge Peter Heilbut, der schon in den 1970er Jahren erfolgreichen Klavierunterricht in Zweiergruppen gab) vollkommen klar, dass diese Modelle nur Erfolg haben konnten, wenn bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt waren:
Man musste jederzeit die Zweiergruppe auflösen können, um individuell mit einzelnen Schülern an spezifischen Problemen arbeiten zu können. Die Zweiergruppen mussten optimal zusammenpassen. Zufällig oder gar nach wirtschaftlichen Bedürfnissen zusammengefügte Zweiergruppen brachten so gut wie keine Erfolge. Diese beiden Bedingungen werden an fast allen musikpädagogischen Einrichtungen leider nicht erfüllt. Der wahre Grund für diese erzwungenen Gruppenunterrichtssituationen ist der Kostendruck. Solch eine Situation darf nicht vorkommen, wenn wir Kindern und Jugendlichen eine ihnen angemessene und ihren Wert schätzende Ausbildung am Instrument und in der Musik ermöglichen möchten. Also: Grundsätzlich: Einzelunterricht! Aber die Kammermusik darf nach Möglichkeit nicht zu kurz kommen.

 


Verstehen

 "Mit dem Dressieren allein ist es noch nicht angerichtet, sondern es kommt vorzüglich darauf an,

dass Kinder denken lernen."
Immanuel Kant (1724 - 1804)


Eine entscheidende Rolle beim lebendigen Musizieren kommt dem Verständnis zu: erst, wenn ich emotional und analytisch verstehe, was ich da spiele, kann ich in den tiefen seelischen Genuss eindringen, den die Musik mir anbietet.
Über gemeinsame Betrachtung im Unterricht, aber auch über Improvisation erarbeiten wir gemeinsam diese Fähigkeiten. Dann wird mit der Zeit leichter verständlich, was, J.S. Bach, G. Mahler und S. Celibidache versuchen, anzudeuten:


"Was steht in der Partitur? Alles, nur das Wesentliche nicht!“
Gustav Mahler (1860 – 1911)


"Die Partitur ist ein Hilfsmittel, damit Sie zu einer Wirklichkeit kommen, die dann nur durch den Klang sich offenbaren kann. Die Partitur ist nur eine Gebrauchsanweisung, ein symbolisches Festhalten von Werten, die an sich gar nicht festzuhalten sind."

Sergiu Celibidache (1912 – 1996)

 

„Alles, was man tun muß, ist, die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.“
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)

 

 

 

Selbständigkeit

„Hilf mir, es selbst zu tun!“
Maria Montessori (1870 - 1952)


Was hilft mir ein Lehrer, der mir nur „vorkaut“, was ich zu spielen habe? Kann ich das nicht auch selbst lernen? Selbstverständlich kann man das. Es ist selten ganz leicht, aber so ist das Leben. Dafür ist es ehrlicher. Echter. Und: lebendiger und ergreifender.

 

 

Kammermusik

Gemeinsam Musizieren gehört zu den schönsten Erlebnissen in der Musik. Gerade bei Instrumenten wie dem Akkordeon und dem Klavier, die sich zunächst einmal „selbst genügen“, ist es nicht immer leicht, kammermusikalisch zu musizieren. Die Auswahl an qualitativ guter Musik ist manchmal nicht all zu groß, und oft hat man Schwierigkeiten, die Angelegenheit zu organisieren: geeignete Partner finden, regelmäßige Probentermine vereinbaren: das klingt leichter, als es ist. Aber: es ist möglich! Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg...

Auftreten


„Jeder Mensch ist ein Träger von Fähigkeiten, ein sich selbst bestimmendes Wesen, der Souverän schlechthin in unserer Zeit. Er ist ein Künstler, ob er nun bei der Müllabfuhr ist, Krankenpfleger, Arzt, Ingenieur oder Landwirt. Da, wo er seine Fähigkeiten entfaltet, ist er Künstler. Ich sage nicht, daß dies bei der Malerei eher zur Kunst führt als beim Maschinenbau ...“
Joseph Beuys (1921 – 1986)


Viermal jährlich treten die Schüler bei ihren „Werkstattkonzerten“ im Musikgymnasium Max-Josef-Stift in München-Bogenhausen auf. Dort steht ihnen ein großer Konzertflügel (Blüthner, 280cm) zur Verfügung.
Das Wichtigste am Auftritt ist, ein klares Ziel zu haben, auf das man sich vorbereitet, und das man auch erreicht. Dass dabei auch immer wieder hinreißende Konzerte zu hören sind, ist für alle Beteiligten umso erfreulicher und stärkt die jungen Menschen in ihrer Leidenschaft.

 


Wettbewerbe

Auch Wettbewerbe (v.a. Jugend musiziert) dienen überhaupt nicht der Leistungsschau und dem Konkurrenzkampf. Sie dienen der Motivation. Und der Bestärkung. Zusätzlich zu regelmässigen Auftritten können sie das weite Feld der Motivationsmöglichkeiten für Schüler ergänzen. Eine gelungene Teilnahme bei Jugend musiziert vergisst man wohl sein Leben lang nie!


Reflexion
Gut und lebendig Musizieren kann ich nur, wenn ich mir selbst gegenüber eine ehrliche Haltung entwickle. Nichts ist so ehrlich wie die Musik. Und das geeignete Instrument?


„Ohne Worte reden und doch hingerissene Zuhörer haben – das schafft nur der Musiker.“
Paul Mommertz (*1930)